Die Expressiven

Die „Expressiven“ zeichnen sich durch eine deutlich wahrnehmbare Gestaltung aus, die bereits ganz ohne Beteiligung der Kirche gesellschaftliche Anerkennung hat, am Markt nachgefragt wird und starke Anziehungskraft ausübt. Drei grosse Familien werden unterschieden: Musikkirchen, Bildungskirchen und Sportkirchen. Die verschiedenen Arten in diesen Familien werden nachfolgend vorgestellt.

Musikkirchen

Musik versteht sich hier nicht als auswechselbarer Stil, sondern als unverlierbare Sprache. Wie man auf Sprache nicht verzichten kann, weil sie Ausdruck der Existenz ist, kann man auf die lebensweltlich typische Musiksprache nicht verzichten.

Bildungskirchen

Bildungskirchen können problemlos interkonfessionell, vermutlich sogar interreligiös funktionieren. Sie sind Orte, die es teilweise seit Jahrzehnten gibt, nur dass der gemeinschaftsbildende Aspekt inziwschen oftmals durch reines Konsumverhalten verdunkelt ist. Das vergemeinschaftende Potenzial durch gemeinsame Bildungserlebnisse ist, wie langjährige Erfahrung aus Theologiekursen zeigt, kaum zu unterschätzen.

Sportkirchen

Sport ist heute ein stark vibrierendes Feld anerkannter Freizeitgestaltung. Es ist wirtschaftlich attraktiv und zugleich aufgeladen mit Ritualen religiöser Provenienz. Vernachlässigte Körperlichkeit in den traditionellen Kirchen explodiert hier geradezu in blühenden Körperkulten.