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Finanzen und Immobilien

Was bedeutet der Reformprozess für die kirchlichen Liegenschaften?

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Antwort

Was bedeutet KirchGemeindePlus für die kirchlichen Liegenschaften?

Eine gute Verwaltung und Bewirtschaftung der Liegenschaften wird für grössere Kirchgemeinden gebündelt und professionell realisierbar. Das ist einer der offensichtlichsten Vorteile des Reformprozesses KirchGemeindePlus. Dem Kirchenrat ist dieser Aspekt so wichtig, dass er ihn zu einem der vier Legislaturziele der Jahre 2016-2020 gemacht hat. Auch die Motion „KGPlus Zukunft“, welche bis Herbst 2017 beantwortet werden soll, stellt Fragen zu diesem Thema.

Vor allem in Agglomerationen und in grösseren Städten besteht die Chance, Liegenschaften aus dem Verwaltungs- ins Finanzvermögen zu nehmen. Die generierten finanziellen Mittel eröffnen neue Möglichkeiten zur Umnutzung von Kirchgemeindehäusern und von Kirchen. Letzteres ist heikel. Kirchengebäude stellen auch ein symbolisches Kapital dar. Deren Umnutzung sollte darum in Beziehung zum kirchlichen Auftrag und zu einem der vier Handlungsfelder stehen.

Wie will die Landeskirche zukünftig die Gemeinden unterstützen, die sich entschieden haben, einen Teil der wegbrechenden Stellen aus Drittmitteln (Fundraising) zu finanzieren?

Die Erschliessung zusätzlicher Finanzmittel steht Kirchgemeinden heute schon offen: Sie können Fundraising betreiben. Verschiedene Kirchgemeinden haben Fördervereine eingerichtet, um Mittel für spezifische Projekte zu generieren. Solche Vereine sind dann heikel, wenn sie Doppelstrukturen zur Folge haben oder die demokratische Mitsprache der Kirchgemeinde unterbinden. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang ferner auf die Möglichkeit, Kirchgemeinden mit Legaten und Erbschaften zu unterstützen.

Bei allen zusätzlichen Mittelbeschaffungen ist zweierlei zu bedenken: Erstens sollen sie das Solidarprinzip via Steuern nicht unterlaufen. Zweitens können sie den Ausfall von Steuern zwar abfedern, aber selbst bei intensiver Anwendung nicht kompensieren. Der Kirchenrat prüft nun Chancen und Risiken neuer Finanzierungsquellen im Rahmen einer ganzheitlichen und nachhaltigen Finanzstrategie als Teil der Legislaturziele 2016–2020.