Die Geselligen

Den „Geselligen“ Kirchenformen ist gemein, dass sie vorrangig den Bedarf nach Kontakt und Kommunikation stillen. Sozialabilität wid als oberster Wert betrachtet. Allerdings wird ihr verschieden hohe Verbindlichkeit zugemessen. Vier „Familien“ mit ihren „Arten“ werden unten mit Beispielen skizziert.

Kommunitäten

Kommunitäres Leben hat eine Geschichte, die über die Benediktiner und Eremiten zurückreicht bis Qumran und biblische Zeiten. Heute gibt es Kommunitäten mit oder ohne gemeinsames Wohnen. Im Zuge des New Monasticism werden nicht nur einzelne Züge klösterlichen Lebens eklektisch wiederbelebt, sondern auch neue Medien wie das Internet genutzt. Man hält physisch oder virtuell fixe Zeitfenster und Rituale ein.

Treffpunkte

Typisch ist ein Kommen und Gehen, Drop-in und Fade-out. Es gibt zwar ein Programm, doch es dient dem Zusammensein und dem Gespräch.

Cafékirchen

Im angelsächsischen Raum ist der Begriff „Cafékirchen“ bereits geprägt. Geselligkeit wird symbolisch und rituell durch ein Getränk hergestellt. Es verbindet die Verschiedenen am gemeinsamen Ort.

Gasthaus

Unter „Gasthäuser“ werden Umnutzungen genannt, in denen zwar teilweise nach ökonomischen Prinzipien gewirtschaftet wird, aber zugleich über das biblische Motiv der Gastfreundschaft Community-Building geschehen kann. Die wirtschaftlich hervorragende Lage vieler völlig unter der Marktmiete genutzter Kirchen in städtischen Kernzonen bietet sich für diese Umnutzung geradezu an.