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Kommission

Im "Kommissionsmodell", einem der Organisationsmodelle, die im Leitfaden "Organisationsmodelle für Kirchgemeinden" beschrieben sind, wird die mittlere Ebene zwischen Kirchenpflege und Teams mittels Kommissionen gestaltet. Das Gemeindegesetz unterscheidet zwischen eigenständigen und unterstellten Kommissionen. Den Organisationsmodellen liegen ausschliesslich unterstellte Kommissionen zugrunde; nur so kann die Kirchenpflege ihre Steuerungsaufgabe wahrnehmen. Die Kirchgemeindeordnung hat den Bestand dieser Kommissionen festzuhalten. Damit gründen Kommissionen auf einem Entscheid der Stimmberechtigten der Kirchgemeinde. Ergänzend regelt die Kirchenpflege durch Erlass (Reglement, Verordnung) für jede unterstellte Kommission ihre Mitgliederzahl, Zusammensetzung, Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse. Zu Anordnungen und Erlassen von unterstellten Kommissionen kann bei der Kirchenpflege eine Neubeurteilung verlangt werden.

Die Kirchenpflege ernennt die Mitglieder von Kommissionen und beaufsichtigt sie. Eine Kommission sollte mindestens drei Mitglieder umfassen, die mindestens die ersten zwei der folgenden drei Gruppen vertreten: Kirchenpflege, Teams (für welche die Kirchenpflege zuständig ist), Engagierte.

Kommissionen erhalten von der Kirchenpflege Aufträge, die sie mit den ihnen von der Kirchenpflege zugewiesenen Teams selbstständig erledigen. Die Kirchenpflege kann die delegierten Aufgaben offener oder detaillierter definieren und dadurch den Kommissionen mehr oder weniger Handlungsautonomie und Entscheidungsbefugnisse gewähren.

Möglich ist auch, dass die Kirchenpflege Personalentscheide an die Kommission delegiert. Die formelle Anstellung von Personal soll allerdings immer über die Kirchenpflege als Anstellungs- und Steuerungsinstanz erfolgen. Denn in jedem Fall sind die Kommissionen der Kirchenpflege unterstellt und können nicht anstelle der Kirchenpflege handeln.