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Mixed Economy

Altes soll zukunftsfähig sein, Neues soll anschlussfähig sein.

Es war kein Ökonom, der den Begriff Mixed Economy of Church geprägt hat, sondern es war Rowan Williams, das langjährige Oberhaupt der Anglikaner; der Erzbi­schof von Canterbury hat da vom Markt ein Bild ausgeliehen. Das Gegenbild zeichnet der ältere Slogan One size fits all. Auch vom Markt geliehen und von Williams ins Spiel gebracht: Eine einzige Kleidergrösse für alle Menschen – man stelle sich das vor!

Gemeint ist, dass die Kirche frei wird von Monokulturen. Dass sie hinfinden kann zu unterschiedlichem und profiliertem Handeln. Altes und Neues sollen nicht gegeneinan­der ausgespielt werden. Neues ersetzt Altes nicht, sondern ergänzt es sinnvoll. Was heisst das? Nicht weil etwas alt ist, ist es auch gut und wird fortgeführt. Und nicht weil etwas neu ist, ist es schon gut und wird eingeführt. Sondern das Alte muss beweisen, dass es zukunftsfähig ist. Und das Neue muss beweisen, dass es anknüpfungsfähig ist. Beide aber müssen beweisen, dass sie dem christlichen Auftrag & Nachfrage entsprechen.

Für eine Mixed Economy ist eine bisherige Gemeinde meist zu klein. In der Region aber ermöglicht sie Beteiligung der Verschiedenen und dadurch eine breite Vitalität. Da belebt sie die Diversität von Begabungen und Charismen. Die Mixed Economy setzt einen grösseren und durchlässigen Rahmen. In ihm kann zugleich gespart und investiert werden: Näher, vielfältiger, profilierter in einer Mixed Economy of Church.

Die Kirche will offen sein auf die Gesellschaft hin, für alle Menschen. Profiliert und einladend zugleich. Wo und wie können wir Neues wagen und zugleich den roten Faden – die Ausrichtung am Evangelium – behalten?