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Regionalisierung

Der Prozess, in der eine Region steht, wird von allen beteiligten Gemeinden geprägt. Das kann die Einzelnen stärken und entlasten.

Regionalisierung ist ein Prozess. Er ist seit Jahrzehnten im Gang, zum Beispiel durch spezielle Einrichtungen wie Krankenhäuser, Möbelhäuser, Geburtshäuser, Ärztehäuser… Die Bedeutung heutiger Gemeinden verändert sich; und sie sind nicht natürlichen Ursprungs, sondern haben sich gebildet durch politische Entscheidung. Damals war die Regionalisierung die Entwicklung vom Gehöft oder vom Weiler hin zur heutigen Gemeinde. Heute ist es die Entwicklung zur Region. Und es sind immer die Menschen, die es entwickeln, manchmal unter Druck, aber immer mit dem freien Willen, das zu Entwickelnde selbst zu gestalten.

Der gemeinsame Wille kann konservativ heissen: Man versteht den Bezirk politisch als Region. Man löst alle Gemeinden des Bezirks teilweise oder ganz auf und bildet eine regionale föderale Gemeinde. Man überträgt viele oder alle Funktionen auf diese neue Gemeinde.

Der gemeinsame Wille kann progressiv heissen: Man erarbeitet in einem Prozess eine sozial qualifizierte Region. Jede Gemeinde hat ihre Aufgabe für ihren Raum; jede Gemeinde übernimmt Aufgaben für das Ganze. Das ergibt Vitalität, Austausch, Verbindung und Profil. Was ist im Dorf und Weiler wichtig? Was entwickelt man zwischen zwei, drei, vier, fünf Dörfern? Was löst man gemeinsam als Region, vielleicht auch über Bezirksgrenzen hinweg?

Weiler, Dorf, Region, Bezirk, Kanton sind Lebensräume mit Wechselwirkungen. Das Bezugssystem müsste entwickelt werden; denn es ginge um eine neue Form, sich als Gesellschaft zu bilden.

Wie wagen wir es, ohne vorauseilende Zensur im Kopf, progressi­v bis zur bestmöglichen oder auch heute undenkbaren Wende durchzudenken und durchzurechnen, um dann das Beste zu entdecken, das allen zum Guten gereicht?