Zusammenkommen: Wahlsonntag

Am 27. September 2020 stimmen in gleich drei Regionen Menschen über KirchGemeindePlus-Projekte ab. Im Bezirk Affoltern sagen die Stimmberechtigten von neun ref. Kirchgemeinden „Ja“ oder „Nein“ zu einer neuen Kirchgemeinde „Knonauer Amt“. Ob dieser Urnengang stattfindet, war bis Anfang September unsicher. Denn die Gegner der Fusion hatten einen Stimmrechtsrekurs gegen den Urnengang bei der Bezirkskirchenpflege eingereicht. Diese hat ihn geprüft und ihn nun in allen Punkten abgewiesen. Die Rekurrenten können den Entscheid allerdings an die nächsthöhere Instanz weiterziehen. Jedoch wurde einem allfälligen Rekurs an die landeskirchliche Rekurskommission die aufschiebende Wirkung entzogen. Unabhängig von deren Entscheidung, ebnet ein „Ja“ am 27. September noch nicht alle rechtlichen Hürden zum Zsammenschluss. Dafür braucht es in einer weiteren Urnenabstimmung noch den Segen der reformierten Stimmbevökerung zur neuen Gemeindeordnung. – Mehr zum Projekt

Die Reformierten in der Stadt Winterthur stimmen am Wahlsonntag gleich über zwei Varianten ab: „Aufwertung des Stadtverbands“ oder „Eine Kirchgemeinde Winterthur“. Wird nichts dergleichen angekreuzt, kommt die dritte Variante ins Spiel: Es bleibt alles beim Alten. Entsprechend ist der Wahlzettel umfangreicher und die Auswertung trickreich: Zwei Hauptfragen und eine Stichfrage leiten durch. Die, welche eine Weiterentwicklung der reformierten Kirchen in Winterthur wünschen, sollten in den Hauptfragen beide Varianten befürworten und sich erst in der Stichfrage für eine der beiden Varianten entscheiden. Nur wenn mindestens vier von sieben Kirchgemeinden eine der Varianten befürworten und dies in der Stichfrage nochmals so ist, wird diese Variante angenommen. Falls 20 Prozent der Stimmberechtigten keine Änderung wollen und die restlichen 80 Prozent wünschen je etwa zur Hälfte, dass etwas geschieht, wird voraussichtlich die geforderte Mehrheit von vier Kirchgemeinden nicht erreicht. – Mehr zum Projekt

Den Grundsatzentscheid für oder wider einer neuen „Kirchgemeinde Breite“ trifft am Wahlsonntag auch das reformierte Stimmvolk in Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten. alls alle grünes Licht geben, kann der Zusammenschluss wie geplant per 1. Januar 2022 vollzogen werden. Sagen nur zwei „Ja“, gibt es eine kleine Fusion. Stimmt nur eine oder keine Gemeinde zu, bleibt alles beim Alten. Bei einem „Ja“, stimmen dann im November oder Dezember 2020  die Kirchgemeindeversammlungen über die Kirchgemeindeordnung ab. Hier sieht der Zeitplan Luft für Korrekturen und eine erneute Abstimmung vor. Bisher gehört Bassersdorf-Nürensdorf zum Bezirk Bülach, Lindau zu Pfäffikon und Brütten zu Winterthur. Stimmen alle in allen Instanzen der neuen Kirchgemeinde zu, soll sie nach dem Zusammenschluss dem Bezirk Bülach zugeordnet werden. – Mehr zum Projekt